Ein Kiezbummel mit der Kamera

Vorwort.                                                                                                                                             Ich hab mir vorgenommen rund um St Pauli und der Reeperbahn mal eine Fototour zu machen. Mit einem Freund zog ich los. Nachts auf St Pauli als Frau, das ist nicht ganz ungefährlich. Deswegen bin ich immer froh wenn mich jemand begleitet. Leider gibt es auf den Kiez sehr viel Kriminalität. Und trotzdem liebe ich diesen Stadtteil. In den Achtzigern habe ich sogar mal direkt auf den Kiez gewohnt, aber nach ein Jahr hatte ich die Schnauze voll. Als Frau ist das nichts. Wenn, ich mal Nachts nachhause kam, bin ich oft von Betrunkene belästigt worden. Nein das war nicht so schön. Jetzt mit Abstand vom Kiez sehe ich es etwas entspannter. Ein wirklich toller Stadtteil mit tollen Bewohnern, mit einem bewundernswerten Zusammenhalt. Als ich auf dem Kiez gewohnt hatte gab es noch die Nutella Gang. Üble Zuhälter die sich bis aufs Messer bekriegt haben. Nein das war kein gutes Klima zum Wohnen. Aber Heute könnte ich es mir wieder vorstellen. Wenn, da nicht dieser Mietwucher wäre. Eine Wohnung auf dem Kiez ist für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. St Pauli war immer ein Arbeiter Viertel, dort wohnten Alkoholiker neben dem Hafen Arbeiter und den Kaufmann in einer Nachbarschaft. Heute finden Juppies, Promis und Reiche Leute St Pauli total Hipp. Dieser Wandel hat den Stadtteil völlig verändert. Die Folge ist, das die Menschen die schon Jahrzehnte in ihren Wohnungen leben ihre Miete nicht mehr bezahlen können und verdrängt werden. Und das trotz Mietpreisbremse. Mich macht das traurig. Es gibt auch Vermieter die ihr Haus mit Wohnungen seit Jahren leer stehen lassen. Wie kann das sein, das sich das finanziell Lohnen kann? Ich kann das nicht verstehen, wo Wohnraum doch so dringend gebraucht wird. Das alles treibt die Mieten weiter nach oben, und so verändert sich nach und nach das Stadtbild. Ich wünsche mir die Zeit zurück als in Hamburg noch genug Wohnraum gab und die Mieten bezahlbar waren. Und, man sich vor allem den Stadtteil aussuchen konnte wo man wohnen will.  Fazit : Wohnraum ist ein  Menschenrecht.


 

 Erst mal Checken ob ich alles dabei habe. “ Kamera, Stativ, Wechsel Objektive, Taschenlampe, Fernauslöser “ ja, alles dabei.

Mit der Fähre bis Altona Fischmarkt und dann mit dem Fahrrad Richtung Kiez. Aber erstmal ein Foto von der so toll beleuchteten Fischauktionshalle machen.

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Die beleuchtete Fischauktioshalle

Die Fischauktionshalle ist eine beeindruckende Architektur. Ein Gebäude erbaut im Jahre 1876 im Stil einer römischen Basilika. Sie wurde sogar noch von Kaiser Wilhelm persönlich eingeweiht. In den siebziger Jahren sollte dieses Stück Hamburger Geschichte sogar abgerissen werden, man ließ das Gebäude verfallen. Dank engagierte Bürger und Initiativen ist es verhindert worden. Heute steht sie unter Denkmalschutz. Die Stahlkonstruktion innen ist wirklich ein Atemberaubender Anblick. Ich hatte mal die Möglichkeit die Halle Menschenleer fotografieren zu können. Da die Halle viel für Veranstaltungen genutzt wird ist es kaum möglich die Halle einmal ohne Menschen zu fotografieren. Das muß man aber um diesen Anblick zu bekommen.

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Die Fischauktionshallen Altona von innen

Gegenüber der Fischauktionshalle ist das Restaurant Dock 14. Mann kann dort draussen sitzen und hat einen tollen Blick auf Blohm und Voss. Vor allem Nachts ist die Hafenbeleuchtung ein schönes Bild. Ich war dort noch nie Essen fand aber die Lokation toll.

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Restaurant Dock 14

Weiter ging es jetzt ein Paar Hundert Meter weiter nach St Pauli. Fährt man den Zirkusweg hoch kommt man direkt zur Reeperbahn wo am Anfang der Reeperbahn die Tanzenden Türme stehen.

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Die beleuchteten Tanzenden Türme auf der Reeperbahn

Die 2012 vom bekannten Architekten Hadi Teherani Erbauten Tanzenden Türme. Ein Spektakuläres Glasgebäude, in dem neben Büros auch ein Club im Keller und das Clouds,  das höchste Restaurant in Hamburg oben mit Dachterrasse ist.

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Die Reeperbahn Nachts
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Verkehrsinsel auf der Reeperbahn

Auf der Verkehrsinsel machte ich eine Langzeitbelichtung. Die Autos Links und Rechts sind als Lichtstreifen zusehen. Zwischendurch kamen auch mal Leute die Strasse rüber. Durch die Langzeitbelichtung waren sie nur schwach durchsichtig zusehen. Ein toller Effekt.

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Das WC Imbiss Nachts auf der Reeperbahn

Das berühmte WC Imbiss. Ich weiß noch als der Imbiss eröffnete. Eine hälfte öffentliche Toilette andere hälfte Imbiss. Wir mußten lachen.Aber heute ist der Laden Kult.

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Die Kneipe Silbersack auf dem Kiez

Der Silbersack ist ein Stück altes St. Pauli. Eine Kultkneipe die den Wandel und Verdrängung durch Mietwucher überlebt hat. Viele Läden und Kneipen mußten schließen. Läden wie Penny und Lidl die solche Mieten zahlen können ziehen jetzt vermehrt auf den Kiez. Kioske sprießen wie Pilze aus den Boden. Ein Wandel der das alte St. Pauli verändern.

Dann ging es rüber auf die andere Strassenseite der Reeperbahn, zum Beatles Platz.

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Der Beatles Platz und Susis Show Bar Nachts auf der Reeperbahn

Susis Show Bar gibt es seit rund 40 Jahren auf der Großen Freiheit, seit 2005 an dieser Stelle.

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Die Olivia Jones Bar Nachts in der Großen Freiheit

Weiter am Ende der Großen Freiheit liegt die Olivia Jones Bar. Eine Kultkneipe der Drag Queen Olivia Jones auf dem ehemaligen Star Club Gelände. Eins der letzten Cabarets im Stil des alten St Pauli. Auf jeden fall ein muß für jeden Kiez Besucher der gute Stimmung sucht.

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Eingang Olivia Jones Bar
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Die große Freiheit 36 und Kaiserkeller auf der Reeperbahn

Gegenüber der Olivia Jones Bar ist die Große Freiheit 36 und der Kaiserkeller. Die Große Freiheit 36 ist in Hamburg eins der bekanntesten Clubs. Der seit 1985 exestierende Club ist für seine Partys und Konzerte beliebt und bekannt.

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Die Reeperbahn vor dem Kiez Döner

Vom Beatles Platz kommt man an einem grell beleuchteten Eingang vom Paradise Point of Sex vorbei. Der Eingang ist ziemlich Pompös aber auch beeindruckend mit den Säulen. War mir ein Foto wert

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Eingang Paradise Point of Sex
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Nachts auf der Reeperbahn vor dem Hotel North
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Nachts auf der Reeperbahn vor dem Lehmitz

Die Reeperbahn weiter runter Richtung Millerntor kommt man am Lemitz vorbei. Auch eine alte Kultkneipe. Wer eine gute Kneipe auf der Reeperbahn zum Vorglühen sucht, dem kann ich das Lemitz empfehlen. Kultige Leute, Kultige Atmosphäre.

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Zum Schluß kann man einen Abstecher auf dem Hamburger Dom machen, wenn er da ist. Der Hamburger Dom ist nur wenige Meter von der Reeperbahn entfernt. Dreimal im Jahr jeweils für einen Monat ist das größte Volksfest im Norden auf dem Heiligengeistfeld. Und wer sich für Fußball interessiert kann sich das Millerntor Stadion vom F.C. St. Pauli ansehen. Der Haupteingang ist in der Budapester Str.

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Der Bunker auf dem Heiligengeistfeld

Der wohl in Hamburg bekannteste Bunker steht auf dem Heiligengeistfeld. Gebaut von 1940 – 1942. Der ehemalige 75 m mal 75 m große und 39 m hohe Flakturm wird heute Medienbunker genannt. In dem Bunker sind Büros und Firmen. Auch Musik Clubs wie Uebel & Gefährlich und Terrace Hill  haben dort ihren Platz gefunden. Eine Spektakuläre Lokation.

Das war meine St Pauli Fototour. Zurück geht es an der Hafenstrasse vorbei zum Anleger Fischmarkt, und dann mit der Fähre Nachhause.

Ich hoffe euch hat meine Fototour durch St Pauli gefallen. Ich würde mich über Likes und Kommentare freuen.

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Hamburger Hafen

 

 

 

 

 

 

  

 

2 Kommentare zu „Ein Kiezbummel mit der Kamera

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